Drei Fragen an die Leiterin der Geschäftsstelle, Berit Gerritzen

 

 

Du bist jetzt seit gut einem Jahr bei egovpartner – wie hast du dich eingelebt?

Ich durfte sehr stark von der tollen Vorarbeit meines Vorgängers und einem eingespielten Team auf der Geschäftsstelle profitieren - das hat mir den Einstieg bei egovpartner enorm erleichtert. Es sind daher keine radikalen Veränderungen, sondern eher sehr viele Chancen zum Auf- und Ausbau von Vorhaben, welche wir nutzen konnten. Besonders freut mich, dass wir mehrere Umsetzungsvorhaben und gemeinsame Beschaffungen erfolgreich abschliessen, respektive stark vorwärtstreiben konnten in den vergangenen Monaten, z.B. im Bereich Signaturlösung (QES / FES / Siegel), IKSE-Services, Websiten-Lösung (GPZH) und KI. Gemeinsame Realisierungen helfen uns, harmonisierte digitale Prozesse zu leben und von attraktiveren Konditionen zu profitieren, als wenn jede/r diesen Weg alleine geht.

Und der positive Abschluss der Evaluation egovpartner und die Lancierung des Rechtsetzungsprojekts sind natürlich eine tolle Grundlage für die Verstetigung der Organisation egovpartner.

Was hast du in dieser Zeit gelernt?

Persönlich durfte ich sehr viel lernen in den vergangenen Monaten. Erst mal ist es ein schönes Privileg, tiefer eintauchen zu dürfen und noch aktiver mitgestalten zu können, als ich dies in meinen früheren Beratungsrollen konnte. Das geniesse ich sehr!

Die Balance zu finden zwischen meiner doch eher ungeduldigen Persönlichkeit und dem notwendigen Level an detaillierten Abklärungen wie z.B. Rechtsgrundlagenanalysen und Studien, bevor man “so richtig loslegen” darf, das war ein Bereich in dem ich wachsen durfte. Gleichzeitig habe ich grosses Verständnis dafür, wie wichtig eben genau diese detaillierten Abklärungen sind angesichts der hohen Verantwortung die wir als öffentliche Verwaltung tragen.

Bei all diesen Lernerfahrungen haben mir das Team und das Ökosystem der Zusammenarbeitspartner/innen bei Kanton, Gemeinden und Städten sehr geholfen und mich stets unterstützt. Und ich durfte so wiederum sehr viel über unsere Vereinbarungspartner und ihre Bedürfnisse lernen.

Wie gelingt es dir, die unterschiedlichen Bedürfnisse von kantonaler und kommunaler Ebene miteinander zu verbinden und Synergien zu nutzen?

Die Synergien zwischen kantonaler und kommunaler Ebene sind für unsere Arbeit zentral - und oftmals sind die Bedürfnisse gar nicht so unterschiedlich, vor allem auf Ebene der Fachteams und was die Interaktion mit der Bevölkerung betrifft. Letztendlich wollen wir alle nutzendenorientierte, effiziente und sichere digitale Prozesse.

Im egovpartner Wirkungsbereich Durchgängige Prozesse arbeiten Kanton und Gemeinden gemeinsam am Soll-Prozess-Design (z.B. im Sozialbereich im Projekt Nexus) und harmonisierten Prozesselementen / -Bausteinen (z.B Authentisierungsverfahren wie AGOV und IAMZH).

Es gibt zudem sehr viele Bereiche, wo wir ganz pragmatisch mit Zusammenarbeit Mehrwert stiften können. So durften wir z.B das kantonale KI-Merkblatt sowie Inhalte aus dem kantonalen KI Lernpfad und Lernangebot Digitale Transformation kuratieren und via egovpartner Mitgliederbereich den Gemeinden/Städten zur Verfügung stellen.

Aus strategischer Perspektive freut es mich besonders, dass wir als egovpartner in die Umsetzungsmassnahmen der kantonalen Strategie Digitale Verwaltung 2025+ (SDV2025+) aktiv einbezogen sind und beitragen dürfen.